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Im Rahmen eines Seminars der Firma Werth Messtechnik GmbH wurde im vergangenen September der Dr.-Ing. Siegfried Werth Stiftungspreis an Mario Salzinger für seine Bachelorarbeit mit dem Titel „Untersuchung der Filtereigenschaften beim Messen mit industrieller Computertomographie im Vergleich mit taktilen Messsystemen“ übergeben.

Da bekanntermaßen nicht nur bei der CT, sondern auch bei taktilen Messmethoden aufgrund der Tastkugelgröße eine Filterung stattfindet, galt es in dieser Arbeit, die Auswirkungen infolge dieser Filterungen auf das Messergebnis zu untersuchen.

Für die Durchführung der Untersuchung wurden ein Tastschnittgerät als Referenzmessgerät, ein Koordinatenmessgerät sowie die CT verwendet. Um die einzelnen Messverfahren vergleichbar zu machen, wurde ein Prüfkörper mit unterschiedlichen Welligkeiten und Rauigkeiten angefertigt. Anschließend wurden mehrere Messreihen mit unterschiedlichen Einstellparametern durchgeführt. So wurden bei der CT die Auflösung bzw. bei der taktilen Messung die Tastkugeldurchmesser variiert. Als Vergleichsgröße wurde die Profiltiefe herangezogen. Resultierend zeigten die Messungen am KMG überwiegend eine Filterung in den tieferliegenden Bereichen (je nach Tastkugeldurchmesser), während bei der CT verstärkt die Spitzen und Täler aufgrund der limitierten Bildschärfe gefiltert wurden. Auf Basis dieser Bachelorthesis konnten aufschlussreiche Ergebnisse gewonnen werden, womit sich die einzelnen Messmethoden klar nach Anwendungsfall kategorisieren lassen. Darüber hinaus bieten die Ergebnisse Verwertungspotential für die Weiterentwicklung der CT im Bereich der Oberflächencharakterisierung.

Preisübergabe durch den Vertriebsleiter der Werth Messtechnik GmbH Andreas Flechtmann an Mario Salzinger

Der Preis der Dr.-Ing. Siegfried Werth Stiftung wird jährlich an Nachwuchswissenschaftler für besonders gute wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der industriellen Messtechnik oder verwandten Gebieten verliehen.